Valentinstag – mehr als nur Konsumrausch

Zum heutigen Valentinstag wollen wir euch keine herzförmigen Leckerli oder nach Rosen duftendes Nassfutter anbieten.
Der Valentinstag bietet eigentlich so viel mehr als Geschenke in Form von Materiellem. Der Tag geht auf verschiedene Legenden zurück. Die schönste davon, ist die des Valentin von Rom. Dieser arme Priester soll ein Mädchen geheilt haben und Freudlosen eine Blume zum Trost geschenkt haben. Viel bedeutender waren jedoch seine Trauungen der Verliebten in Rom, obwohl diese zu der damaligen Zeit verboten waren.
Alles in allem ist der eigentliche Gedanke des Valentinstags demnach unseren Lieben eine Freude zu machen, an besondere Menschen zu denken und vielleicht mehr Nächstenliebe in das eigene Leben zu lassen.
Das hört sich jetzt sehr christlich an, aber egal was die wahre Geschichte des Valentinstags ist, ein Tag des Konsumrausches ist es bestimmt nicht!

Valentinstag

Daher möchten wir heute an liebe Menschen und wunderbare Vierbeiner denken und darüber berichten. Denn egal wie gut es unseren Hunden und Katzen geht, es gibt unzählige Vierbeiner, denen es nicht so gut geht. Und es gibt großartige Menschen, die sich fürsorglich und ehrenamtlich für die Tiere einsetzten, sie pflegen und sich einfach kümmern. Ihre Arbeit bleibt meist im Verborgenen und wird nur selten und von wenigen anerkannt.
Wir schätzen diese hingebungsvolle Arbeit und machen heute - am Tag des heiligen Valentin - auf eine Organisation aufmerksam, die wir vor kurzem kennenlernen durften.

 

„Schutz für Tiere“ Gnadenhof Emeringen e. V.

Im Süden Deutschlands, zwischen Ulm und Reutlingen findet man am Rad des beschaulichen Ortes Emeringen einen Lebenshof für Wildtiere, Nutztiere oder auch Haustiere. Im Unterschied zu einem Tierheim, werden die Vierbeiner dort nicht weitervermittelt sondern dürfen den Rest ihres Lebens auf dem Hof verbringen. Man kann den Ort als letzte Auffangstation sehen, was durchaus mehr als positiv gemeint ist.
Die Arbeit auf dem Gnadenhof Emeringen wird von der Familie Engelsmann und weiteren Freiwilligen durchgeführt. Die Tiere dort sind vernachlässigte oder ausgesetzte, misshandelte oder ungewollte Tiere. Das Credo des Gnadenhofes ist es, dass jeder ein Recht auf Leben hat – eben auch ein Nutztier, das nicht mehr arbeiten kann. Tiere, die getötet werden sollen (und wir sprechen hier nicht nur von Kühen oder Schweinen) nimmt Familie Engelsmann ebenfalls auf. So bietet der Gnadenhof eine Anlauf- und Abgabestelle für herrenlose, alte und auch unterwünschte Vierbeiner.

Weshalb gibt es diesen Gnadenhof?

Artgerechte Tierhaltung und Tierschutz sind für die Mitglieder des Vereins „Schutz für Tiere“ das A und O. „Tieren helfen, die sich selbst nicht helfen können“ hat die Familie Engelsmann sich zur Aufgabe gemacht. Sie durchleben während ihrer Arbeit oft tiefe Trauer um die Tiere. Gleichzeitig ist die Freude und die lustigen Augenblicke mit den Tieren so viel wert, dass sie sich für diese Arbeit berufen fühlen. Die glücklichen und harmonischen Momente entschädigen für vieles.
Die Arbeit auf dem Gnadenhof Emeringen ist mehr Berufung und das Engagement ist bewundernswert. Doch so groß der menschliche Einsatz auch ist, nicht allen Tieren kann geholfen werden und auch nicht alle Hilfsbedürftigen aufgenommen werden. Denn der Lebenshof finanziert sich allein durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden von anderen Tierliebhabern. Die Pferde, Katzen, Schweinchen, Hunde, etc. benötigen nicht nur menschliche Fürsorge, sondern auch Platz zum Leben und vor allem Verpflegung. Denn bei noch so viel Liebe, von Luft und Liebe allein kann immer noch kein Lebewesen leben – selbst an Valentinstag nicht.

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Daher freut sich der Gnadenhof immer über Spenden, um die artgerechte Tierhaltung auf dem Hof weiterhin durchführen zu können. Das Engagement dieser Familie und der
freiwilligen Personen um sie herum muss anerkannt und unterstützt werden. Deshalb hat der Gnadenhof Emeringen im Februar eine Futterspende in Höhe von 970 kg von SALiNGO erhalten. Wir finden die Arbeit der Helfer bewundernswert und möchten möglichst viele Tierfreunde darauf aufmerksam machen.

Artgerechte Tierhaltung bedeutet gesundesFutter, Liebe und Zuwendung für die vierbeinigen Freunde und Unterstützung des Tierschutzes, so wie ihn Familie Engelsmann vorlebt.