Eine wahre Geschichte

Letztes Jahr im September geschah es: unser Kater Gandalf kam nach seinem Tagesausflug nicht mehr nach Hause. Nach tagelangem Suchen und wochenlang Tierheime anrufen usw. wurde die Suche leider erfolglos abgebrochen. Wir mussten uns damit abfinden, dass unser grauer Kater im besten Fall eine neue Familie gefunden hat oder im schlimmsten Fall … hmm ... .

Gandalf6 Monate später klingelte abends das Telefon: „Hallo hier ist Familie XY. Wir haben ihre Katze bei uns“ hieß es an der anderen Leitung. Was nicht mehr für möglich gehalten wurde, wurde wahr – jemand hat ihn gefunden, 40 Kilometer von zu Hause entfernt. Zum Glück hat ein Junge den Streuner immer wieder gesehen und ihm heimlich Essen und Trinken gegeben. Als seine Eltern das mitbekommen haben, nahmen sie Gandalf auf. Um auf Nummer sicher zu gehen, wollten sie die Katze erst beim Tierarzt untersuchen lassen. Der hat sofort den Microchip gefunden und so den Besitzer festgestellt.

Bei uns ist die Geschichte gut ausgegangen, weil Gandalf gechippt und registriert war. Für andere Tiere und Herrchen geht es oft nicht so gut aus. Der Grund ist, dass viele Katzen und Hunde nicht gekennzeichnet und registriert sind.

2 Arten der Kennzeichnung

Mit einer Kennzeichnung beim Tierarzt und Registrierung bei einer landesweiten Registrierungsstelle ist das Tier identifizierbar und gut geschützt. Der Tierarzt kann das Tier entweder durch Tätowierung oder Chip kennzeichnen. Welche Methode besser ist, kann man nicht sagen.

Eine Tätowierung am Ohr fällt auf, das spricht für diese Anwendung. Wie ein Halsband ist sofort deutlich, dass die Katze oder der Hund einen Besitzer haben. Allerdings ist der Vorgang selbst schmerzhaft, weshalb das Tier eine Narkose erhält. Zudem ist die Tätowierung nicht fälschungssicher und verblasst oftmals -  was eine Identifizierung erschwert.

Der Chip ist nicht sichtbar und kann nur mit einem speziellen Lesegerät von Tierarzt oder Tierheim erkannt werden. Dennoch ist die Methode für den Vierbeiner sehr viel angenehmer. Der Chip (etwa Reiskorn-groß 12 x 2 mm) wird mit einer größeren Spritze ins Gewebe der linken Nackenseite (international normierte Stelle) injiziert. Dabei spürt das Tier nicht mehr wie bei einer Impfung. Der Chip (auch Transponder) belastet das Tier nicht und wird nur bei Anwendung mit dem Lesegerät aktiv. Manipulation ist nicht möglich und die Lebensdauer des Chips ist schier unendlich. Der Chip hat auch viele weitere Vorteile, beispielsweise kann er als Öffner für die Türklappe fungieren – so kommt nur noch der Vierbeiner herein, der wirklich dort zu Hause ist. Zudem ist für Reisen ins europäische  Ausland mittlerweile ein Microchip bei Hunden und Katzen vorgeschrieben.

In 2 Schritten zu einem Perso

RegistrierungEgal ob eine Tätowierung oder ein Microchip als Kennzeichnung für das Tier gewählt wird, sinnvoll ist diese erst in Verbindung mit einer Registrierung. Gandalf haben wir bei Tasso angemeldet, dem größten und kostenlosen Register, welches auch weltweit vernetzt ist. Man kann seinen Liebling aber auch bei anderen wie beispielsweise dem Deutschen Haustierregister erfassen lassen. Auch hier gilt, wo ist egal, hauptsache es findet eine Registrierung statt. Denn nur so kann das Tier schnell identifiziert werden und der Racker wieder an den Besitzer zurückgeführt werden. 

Ob Hund an der Leine, Freigängerkatze oder Hauskatze – entwischt ist ein Tier schnell, aber das Finden ist Schwierig.

Zwei einfache Schritte und die Schmusetiger oder der Wuff haben ihren eigenen Perso, das Herrchen kann entspannt sein und das Tier ist im Fall der Fälle geschützt.