Fleischallergie Hund

Auch wenn Hunde keine reinen Fleischfresser sind, so ernähren sie sich hauptsächlich von Fleisch. Umso verwunderlicher ist es, dass immer mehr Hunde eine Allergie gegen bestimmte Fleischsorten entwickeln. Diese Allergien bzw. Unverträglichkeiten äußern sich häufig durch Haarausfall, Juckreiz und Verdauungsprobleme. Empfindliche Stellen, wie Augen oder Pfoten sind besonders schlimm betroffen - unter Umständen verschlimmern sich diese Symptome noch durch Kratzen und Beißen.

Ursachen für eine Fleischallergie

In den meisten Fällen lassen sich diese Symptome auf Proteinquellen – also das Eiweiß im Fleisch – zurückführen. Gerade gegen weit verbreitete Fleischsorten können schnell Unverträglichkeiten entwickelt werden. Verstärkt bzw. ausgelöst werden können diese Allergien durch künstliche Zusatzstoffe im Futter. Dazu zählen künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Lockstoffe oder Konservierungsstoffe, aber auch Zucker oder Farbstoffe und ganz besonders wild durcheinander gemischte Fleischsorten.

Dass diese künstlichen Zusätze im Hundefutter nichts zu suchen haben, sollte eigentlich klar sein, dennoch tricksen hier einige Hersteller hier und da oder der Verbraucher vertraut dem Futter für seinen Liebling im Glauben, dass der für Hunde ungesunde Zucker schon nicht im Futter enthalten sein wird.

Eine weitere Ursache können viele verschiedene Fleischsorten im Futter sein. Wussten Sie, dass der Gesetzgeber – im Gegensatz zur für den menschlichen Verzehr bestimmten Nahrung – bei Tierfutter keine genaue Deklaration der Inhaltsstoffe vorschreibt? Das bedeutet, wenn Sie ein Futter der Sorte „Rindfleisch“ kaufen, muss der tatsächliche Rindfleischanteil bei nur 4 % liegen. Der Rest kann aus günstigeren Fleischsorten, wie z. B. Schweinefleisch, bestehen, ohne dass der Hersteller diese deklarieren muss.

Bestimmung einer Fleischallergie

Häufig äußern sich erste Anzeichen einer Fleischallergie bereits durch Erbrechen, Durchfall oder Blähungen. Doch diese Symptome sind nicht zwangsläufig ein Beweis für eine Allergie. Ein Tierarzt hilft Ihnen bei der genauen Ermittlung der Ursache, deshalb sollten Sie hier nicht auf eigene Faust handeln! Bestätigt sich der Verdacht einer Fleischallergie, geht es mit einer Ausschlussdiät weiter. Dabei wird über zwei bis drei Monate ein Futter mit nur einer Fleischsorte (Monoprotein) gefüttert. Damit grenzt man die Auslöser der Allergie so lange ein, bis die Symptome zurückgehen. Anschließend fügt man nach und nach wieder Proteinquellen hinzu, bis erste Symptome wieder zurückkehren. Und damit steht der Auslöser der Allergie fest.

Behandlung

Eine Allergie lässt sich nicht heilen, daher ist die einzig wirksame Methode, den Auslöser der Allergie nicht mehr zu füttern – auch nicht in Leckerlis. Wichtig ist vor allem beim Futterkauf darauf zu achten, dass nur eine Fleischsorte enthalten ist. Eine offene Deklaration kann dabei helfen, die genauen Bestandteile des Futters zu ermitteln. Wir bei SALiNGO garantieren, dass nur das Fleisch enthalten ist, welches auch auf der Verpackung steht – mehr dazu lesen Sie in unserer Qualitätsgarantie.

Prävention

Sie können der Entwicklung einer Allergie allerdings auch präventiv entgegenwirken. Wenn Ihr Hund noch keine Anzeichen einer Allergie oder Unverträglichkeit zeigt, ist es trotzdem gesünder, nur eine Fleischsorte pro Mahlzeit zu füttern. Wölfe oder wilde Hunde erlegen bei der Jagd ja auch nur ein Tier von dem sie sich ggf. über mehrere Tage ernähren. Damit nehmen sie über längere Zeit nur eine Eiweißsorte auf.

Sie kennen es bestimmt selbst: auf einer Geburtstagsfeier wird ein leckeres, üppiges Buffet aufgetischt. Von der Vielfalt angetan, versucht man möglichst von allem etwas zu probieren. Nur wenig später beginnen die üblichen Beschwerden: der Bauch fühlt sich voll an, Sie fühlen sich unwohl und möchten sich am liebsten hinlegen. Diese Symptome haben oft einen einfachen Grund: Es wurden in zu kurzer Zeit zu viele verschiedene Fleischsorten verspeist. Da jede Fleischsorte eine andere Struktur und Zusammensetzung hat, kommt das Verdauungssystem durcheinander, weil ja jede Fleischsorte auch unterschiedlich schnell verdaut wird. Kein wildes Tier würde auf die Idee kommen, mehrere Tiere zu erlegen, und diese zu mischen, denn neben dem unglaublichen Aufwand der Jagd ist das Mischen von Proteinen nicht gut für die Verdauung. Wir raten dazu, darauf zu achten, dass nur eine Fleischsorte pro Mahlzeit im Hundefutter enthalten ist. Ebenso sollten keine Geschmacksverstärker, Lock- und Konservierungsstoffe oder Farbstoffe im Futter enthalten sein.


Bei Fragen zur artgerechten Fütterung beraten wir Sie gerne unter 0911 660 28 1502.